Locken mit dem Stab oder ohne?

Locken – mit Stab oder ohne?

Manchmal ist es wie verhext: Wer welche hat, der ist in den seltensten Fällen wirklich zufrieden damit. Und wer keine hat, der wünscht sich sehnlichst welche. Die Rede ist von Locken! Die Wenigsten haben sie von Natur aus. Doch zum Glück gibt es verschiedene Methoden, Locken in ehemals glattes Haar zu zaubern – sowohl mit als auch ohne Lockenstab. Schauen wir uns doch einmal an, wie es am besten geht und welche Methode für welchen Typ am besten geeignet ist:

grosse locken ohne lockenstabLocken mit Lockenstab

Der Lockenstab ist ein kleines, enorm praktisches Gerät, mit dem auch Frauen mit glatten Haaren innerhalb kurzer Zeit eindrucksvolle Locken zaubern können. Dabei funktioniert er nach einem ganz einfachen Prinzip: Die Haare werden zunächst um den Stab gewickelt. Dieser besitzt im Inneren ein Heizelement und (zumindest bei einigen Modellen) ein Gebläse, ähnlich dem eines gewöhnlichen Haarföhns. Beim Einschalten werden die Haare also zunächst fixiert und dann mit der Wärme und/oder dem Luftstrom quasi „von innen heraus“ bearbeitet, so dass die gewünschten Locken entstehen. Nach Wunsch können spezielle Präparate als Hilfsmittel hinzugenommen werden, die die Lockenpracht länger halten lassen.

Das Schöne daran: Der Lockenstab arbeitet in der Regel völlig ohne Nebenwirkungen. Das heißt konkret. Sie benötigen keine chemische Keule und keine aufwendige Behandlung beim Frisör, um die gewünschte Lockenpracht zu zaubern. Apropos Friseur: Für eine Dauer- oder zumindest Wasserwelle legen Sie beim Frisör Ihres Vertrauen meist eine ganze Stange Geld hin – teilweise mehr als 100.- Euro. Der Lockenstab dagegen stellt eine einmalige kleine Investition dar, mit der jedes weitere Formen der Locken zukünftig kostenlos wird. (Link: Schnellübersicht Lockenstäbe)

Nachteile des Lockenstabes

Der einzig wirkliche Nachteil des Lockenstabs besteht darin, dass er lediglich für eine kurzzeitige Lockenmähne sorgt. Das bedeutet: Bei der nächsten Haarwäsche oder beim nächsten Regenguss war es das schon wieder. Zumindest hilft ein kräftiges Haarspray, die Locken ein bisschen länger über die Zeit zu retten. Und natürlich müssen Sie etwas Zeit zur Verfügung haben, um das gesamte Haar mit dem Lockenstab zu bearbeiten. Da können mitunter auch schon mal die Arme ermüden …

Locken ohne Lockenstab formen

Ist es nicht ein herrlicher Gedanke? Einfach mal mit den Fingern durch die Haare fahren, etwas rumwuscheln und schon ist die Lockenpracht fertig! Leider ist das schwerer gesagt als getan. Doch mit ein paar Tricks und den richtigen Strategien können Sie auch ohne Zuhilfenahme eines Lockenstabs schöne Locken zaubern. Und so geht´s:locken ohne lockenstab

Einfache, große Locken

Zunächst wird das Haar angefeuchtet und dann zu einem lockeren Knoten gewickelt. Der Knoten wird dann mit einem Haargummi fixiert. Anschließend nur noch das Haar trocknen lassen oder föhnen – fertig. Das Ergebnis sind große, attraktive Locken im gesamten Haar, die anschließend mit Gel, Spray etc. entsprechend fixiert werden können.

Einfache, große Locken können Sie außerdem völlig ohne Hilfsmittel nur mit den Fingern und dem entsprechenden Lockenpräparat zaubern. Im Handel gibt es spezielle Schaumfestiger für Locken zu kaufen. Massieren Sie einen solchen ins nasse Haar ein und kneten das Haar dann so lange durch, bis es fast trocken geworden ist. Auch dadurch können Sie ganz einfach Locken ins Haar bringen, die anschließend bis zur nächsten Wäsche halten.

Kleine Locken

Auch kleine Locken können ohne Zuhilfenahme eines Lockenstabes geformt werden. Dazu werden ins gewaschene, feuchte Haar vom Haaransatz her ca. 8-9 kleine Zöpfe geflochten und anschließend mit Haargummis fixiert. Die Zöpfe werden dann entweder geföhnt oder an der Luft trocknen gelassen. Erst nach dem vollständigen Trocknen werden die Haargummis entfernt und die Zöpfe aufgeflochten. Wichtig: Jetzt nicht mehr mit Kamm oder Bürste durch das Haar gehen, ansonsten sind die Locken wieder weg. Gehen Sie einfach mit den Fingern durch und fixieren Sie die Frisur wie gewünscht.

Die beliebten Korkenzieher-Locken

Wer gerne traumhafte Korkenzieher-Locken haben möchte, kann auch dies per Hand versuchen. Dabei gehen Sie wie folgt vor: Teilen Sie das Haar in viele kleine Mini-Strähnen auf und formen Sie diese zu Knoten oder wickeln Sie sie auf Haarklammern. Knoten sollten mit Haargummis fixiert werden. Sollen die Korkenzieher-Locken besonders lange halten, kneten Sie das Haar zuvor noch mit einem speziellen Lockenfestiger durch. Anschließend muss das Haar wieder an der Luft trocknen oder geföhnt werden. Wichtig: Die Knoten oder Haarklammern dürfen erst nach dem vollständigen Trocknen geöffnet bzw. entfernt werden.

Vor- und Nachteile beim Lockenformen mit der Hand

Wer seine Lockenpracht mit der Hand in Form bringt, spart zunächst einmal das Geld für den Lockenstab ein. Zudem kann die Wärme des Stabes das Haar angreifen, zumindest dann, wenn es sowieso schon strapaziert ist und der Lockenstab regelmäßig verwendet wird. Beim Formen mit der Hand besteht diese Gefahr nicht. Dafür ist das Handformen aufwendig und das Ergebnis lässt häufig zu wünschen übrig. Und da ohne Wärme gearbeitet wird, halten die Locken in der Regel nicht so lange wie beim Formen mit einem Lockenstab.

Mit Stab oder ohne: Wie sind Locken einfacher zu machen?

Grundsätzlich gilt: Ein Lockenstab vereinfacht die Sache sehr stark. Da er mit Wärme arbeitet und die Haare in der richtigen Form fixiert werden, ist das Ergebnis in der Regel viel besser als beim bloßen Formen mit der Hand. Daher sollten Sie – zumindest, wenn Sie regelmäßig vom glatten Haar auf eine Lockenpracht wechseln möchten – das Geld anlegen und einen guten Lockenstab kaufen. Wer jedoch lediglich ab und zu ein paar Wellen ins Haar bringen und dabei einen natürlichen Look beibehalten möchte, ist auch mit unseren Handform-Tipps gut beraten!

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